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Saftiger Streusel-Rüblikuchen

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Rüblikuchen, Möhrenkuchen, Karottenkuchen – nennt ihn wie ihr wollt, denn eines ist neben seinen vielzähligen Namen sicher: er ist suuper lecker!

Schon immer mal wollte ich zu Ostern einen Rüblikuchen backen, der zu diesem Anlass häufig in der Schweiz gegessen wird und von dort auch traditionell stammt. Die Basis der Biskuitmasse besteht dabei aus Karotten und Nüssen.

Ich habe das traditionelle Rezept allerdings auf meine ganz eigene Art und Weise abgewandelt: viele geraspelte Karotten, daneben ein paar gemahlene Mandeln, viel viel Zimt, Agavendicksaft und für eine leichte Karamellnote noch etwas Kokosblütenzucker. Von letzterem bin ich zurzeit sowieso ein riesen Fan.

Für alle, die nicht so recht wissen, was Kokosblütenzucker ist, und warum ich ihn so lieben gelernt habe – hier eine kurze Erklärung:
Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme gewonnen. Dieser Nektar wird entweder aufgekocht oder bei niedriger Temperatur in einem Vakuum-Dampfkocher bearbeitet, sodass kleine Kokosblütenzuckerkristalle entstehen.
Bekannt geworden ist der Kokosblütenzucker vor allem aufgrund seines sehr geringen glykämischen Wertes.

Der glykämischer Wert gibt bei Lebensmitteln an, wie stark dieses den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Niedrig-glykämische Nahrungsmittel sind für unser Wohlbefinden sehr förderlich, da sie keinen rapiden sondern einen langsamen und gleichmässigen Anstieg des Blutzuckerspiegels hervorrufen. Hoch-glykämische Lebensmittel verursachen hingegen einen Ansprung des Blutzuckers innerhalb kürzester Zeit. Haushaltszucker und Lebensmittel, die isolierte Kohlenhydrate enthalten, zählen zu den hoch-glykämischen Lebensmitteln. Kokosblütenzucker sättigt länger und verursacht keine Zuckerhochs und -tiefs. Daher ist Kokosblütenzucker auch z.B. super für Diabetiker geeignet.

Kokosblütenzucker hat aber nicht nur einen niedrigen glykämischen Wert, sondern er ist zudem ein sehr nährstoffreiches Süßungsmittel. Er ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer. Das macht Kokosblütenzucker zu einer gesunden Alternative zu herkömmlichem Zucker.

Was auch super an Kokosblütenzucker ist, dass man ihn 1:1 wie herkömmlichen Zucker verwenden kann. Bei Xucker Light etc. finde ich es manchmal schwierig, die richtige Menge einzuschätzen, dass ist hier aber gar kein Problem.

Außerdem schmeckt er null komm null nach Kokos, wie man bei seinem Namen vielleicht vermuten würde. Er hat einen kräftigen suuuper karamelligen Geschmack! Ich liebe liebe liebe das, und nutze ihn daher super gerne zum backen aber auch z.B. für French Toast, Süßen von Joghurt und und und!

Der einzige Nachteil: Er ist deutlich (!) teurer als Haushaltszucker. Für 250g zahlt man da mal schon gut und gerne 5Euro. Da könnt ihr aber mal bei Amazon schauen, dort kann man dann häufig größere Mengen zu einem niedrigeren Preis bestellen. Ansonsten zum erstmal Probieren gibt’s den Kokosblütenzucker bei dm, in jedem Bioladen oder Reformhaus oder teilweise auch schon bei rossmann.

Quelle: Kokosblütenzucker

SO jetzt aber genug über Kokosnussblütenzucker! Hier kommt ihr endlich zu meinem super saftigen Rüblikuchenrezept..

Nachmachen lohnt sich: Versprochen!

xx eure Marisa

P.S.: Weil ich weiß, dass die Frage kommen wird.. nein man schmeckt dir Karotte geschmacklich überhaupt nicht heraus! Sie macht den Kuchen nur wunderbar saftig. Also eine echte Geheimwaffe!

REZEPT: Saftiger Streusel-Rüblikuchen

Was du für einen Kuchen benötigst (ich habe eine rechteckige Brownieform verwendet, ca. 24x15cm):

Für die Streusel:

  • 85g Pflanzenmargarine (oder Butter), zimmerwarm, in kleine Stückchen geschnitten
  • 200g Dinkelmehl (Type630) oder Weizenmehl
  • 35g Agavendicksaft
  • 25g Kokosblütenzucker*
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Für den Kuchenteig:

  • 350g Karotten (abgewogen bevor du sie geschält und geraspelt hast!)
  • 50g gemahlene Mandeln
  • 180g Dinkelmehl (Type630) oder Weizenmehl
  • 1 TL Zimt
  • 3 TL Backpulver
  • 50g Mandelmus, weiß**
  • 50g Agavendicksaft
  • 100g Pflanzenmargarine (oder Butter), zimmerwarm
  • 30g Kokosblütenzucker*
  • 50g Xucker Light oder normalen weißen Zucker
  • 3 Eier (Größe M)

Topping: 1 EL Kokosblütenzucker, Puderzucker und etwas Puderzucker vermischt mit Zitrone für die Glasur (ich verwende einen Bio-Puderzucker, der auf Erythrit basiert (hier) – du kannst aber natürlich auch ganz herkömmlichen verwenden!)

Anmerkungen:
* Anstelle des Kokosblütenzuckers kannst du auch weißen oder braunen Rohrzucker verwenden oder irgendeinen anderen (trockenen nicht flüssigen) Zuckerersatz. Ich mag an dem Kokosblütenzucker nur sehr, dass er ein wenig nach Karamell schmeckt und zudem deutlich gesünder als herkömmlicher raffinierter Zucker ist.
** Anstelle des Mandelmuses kannst du ein anderes Nussmus wie Cashewmus, Erdnussmus oder Haselnussmus verwenden. Achte nur darauf, dass die Konsistenz cremig bis etwas flüssig ist.

Zubereitung:
  1. Heize deinen Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor.
    Fette eine Backform mit etwas Margarine ein und kleide sie mit Mehl aus – das überschüssige Mehl ausklopfen (alternativ kannst du die Backform natürlich auch mit Backpapier auslegen).
  2. Zuerst machst du die Streusel: Dazu alle Zutaten mit den Händen kräftig zu einer Kugel verkneten und erstmal beiseitelegen.
  3. Die Karotten schälen und klein raspeln. Wenn du einen kräftigen Mixer hast, kannst du die Karotten auch darin kleinpürieren. Das geht schneller und ist auch nicht ganz so anstrengend 😉 Danach erstmal beiseitestellen.
  4. In einer Rührschüssel, die gemahlenen Mandeln, Dinkelmehl, Zimt und das Backpulver mischen. Beiseite stellen.
  5. In eine andere Rührschüssel, das Mandelmus, den Agavendicksaft, die Margarine, den Zucker und die Eier geben und alles für ca. 3 Minuten mit dem Handmixer auf höchster Stufe schaumig schlagen.
  6. Zu dieser schaumigen Mischung rührst du dann mit einem Schneebesen zuerst die Mehlmischung (aus Step4) und danach die Karottenraspel (aus Step3) unter.
  7. Alles in deine vorbereitete Backform füllen und glattstreichen.
  8. Nun aus der Kugel (aus Step2) Streusel abzupfen und gleichmäßig über den Teig streuen. Nur draufstreuen, nicht eindrücken.
  9. Zum Schluss 1 EL Kokosblütenzucker (oder ggf. auch brauner Rohrzucker) über alles drüberstreuen.
  10. Für ca. 45 Minuten in den Ofen geben. Mache am besten eine Stäbchenprobe. Jeder Ofen ist anders, von daher kann die jeweilige Backzeit varieren!
  11. Herausnehmen, vollständig abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen, wenn du magst!
  12. Guten Appetit!

RECIPE: Streusel Carrot Cake

What you need for 1 loaf:

For the streusel:

  • 85g vegetable margarine or butter, room temperature + cut into pieces
  • 200g all purpose flour
  • 35g agave syrup
  • 25g coconut blossom sugar*
  • 1/2 tsp cinnamon
  • a pinch of salt

For the dough:

  • 350g carrots (please weight before you peel and cut them!)
  • 50g ground almonds
  • 180g all purpose flour
  • 1 tsp cinnamon
  • 3 tsp baking powder
  • 50g almond butter, white**
  • 50g agave syrup
  • 100g vegetable margarine or butter, room temperature
  • 30g coconut blossom sugar*
  • 50g organic cane sugar
  • 3 eggs (size M)

Toppings: 1 tbsp coconut blossom sugar, powder sugar

Notes:
* Instead of the coconut blossom sugar, you might use cane sugar or any other sugar replacement you’d like to! I just like the flavor of the coconut blossom sugar as it kinda tastes like caramel!
** You do not necessarily need to use almond butter. Cashew butter, peanut butter or hazelnut butter works fine as well. Just make sure it’s suuuper creamy/almost liquid.

How to:
  1. Preheat your oven to 180celsius and grease your baking pan.
  2. Make the streusel first: Just mix all ingredients with your hands, form a ball and set aside.
  3. Peel the carrots and puree them in a food processor or rasp them by hand. Set aside.
  4. In a mixing bowl, combine the ground almonds, flour, cinnamon and baking powder. Set aside as well.
  5. In another mixing bowl, combine the almond butter, agave syrup, margarine, sugar and eggs. Cream everything with a hand mixer.
  6. Add the dry ingredients (from step 4) to the batter. Also mix in the carrot rasps.
  7. Fill the batter into your prepared baking pan und smoothen.
  8. Pluck streusel from your dough (from step 2) and sprinkle them over the batter.
  9. At the end, diffuse 1 tbsp coconut blossom sugar over everthing.
  10. Bake for about 45 minutes. Time can vary.
  11. Take out, let cool down completely and sprinkle with powder sugar.
  12. Enjoy!

Tipps für Intolerante/Allergiker:

Der Kuchen ist bei Verwendung von Kokosblütenzucker und Xucker Light, frei von raffiniertem Zucker.
Bei der Verwendung von Margarine ist er außerdem laktosefrei.


 

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1 Comment

  • Reply
    Süße Karottenwaffeln - Marisa's Table
    27. Juni 2018 at 10:01

    […] als Geheimzutat gab es schon in meinem Rüblikuchen von vor ein paar Monaten. Auch hier schmeckte man die Karotte überhaupt nicht. Also lasst euch […]

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