Allgemein Deftiges (Mittag-/Abendessen) laktosearm vegetarisch

Kartoffelpuffer

Hand auf’s Herz: Seid ihr Team Kartoffelpuffer oder Team Reibekuchen?

Ich muss gestehen, ich wusste nicht mal, dass es auch Reibekuchen heißt, bis ich zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt hier in Bonn war.

Aufgewachsen bin ich in der Lüneburger Heide, etwas südlich von Hamburg, und ich kannte die Puffer immer nur unter dem Namen ‚Kartoffelpuffer‘.

Aber ob nun Kartoffelpuffer oder Reibekuchen – es ist und bleibt im Grunde das Gleiche! Und vor allem eines: lecker!

Die Puffer sind auch gar nicht schwer zu machen. Wer Pfannkuchen zubereiten kann, kann daher definitiv auch diese Puffer!

Als ersten Schritt müsst ihr dafür Kartoffeln, Zwiebeln, Haferflocken, Ei und Gewürze in einem Standmixer mixen. Wichtig ist, dass dieser recht leistungsstark ist, sonst könnte das etwas schwierig werden. Alternativ könnt ihr daher die Kartoffel theoretisch auch raspeln und dann die Restzutaten per Hand untermischen. Schmeckt genauso gut, ist allerdings eine kleine sportliche Angelegenheit hihi!

Wenn ihr alles püriert oder geraspelt habt, habt ihr eine Kartoffelmasse, die ihr mit Öl in einer Pfanne jeweils anbratet.

Hier gilt: Je mehr Öl, desto knuspriger werden eure Puffer. Ihr könnt auch eine kleine Ölschicht in die Pfanne geben und die Puffer darin quasi frittieren. Schaut einfach wonach euch heute ist.
Ganz ohne Öl geht das Rezept aber nicht. Dann werden sie nämlich schwarz und überhaupt nicht knusprig!
Also: Immer rein mit dem Öl!

Dazu habe ich noch selbstgemachtes Apfelmus und einen leckeren Kräuterquark serviert. Yum, war das gut!

Lasst’s euch schmecken,
eure Marisa

REZEPT: Kartoffelpuffer

(Dauer: 30-40Minuten; Schwierigkeit: einfach-mittel)

Zutaten für ca. 10 Kartoffelpuffer:

Für die Kartoffelpuffer:

  • 700g Kartoffeln, mehlig kochende
    (eignen sich hierfür besser als festkochende, weil sie einen höheren Stärkegehalt haben; falls du dennoch festkochende Kartoffeln verwendest, empfehle ich dir etwa 10g Speisestärke unter die Kartoffelmasse zu mischen)
  • 1/2 rote Zwiebel (ca. 30g)
  • 1 Ei, Gr.M
  • 1 TL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 1/4 TL Muskat, gerieben
  • 1 flacher TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 20g Haferflocken, zart
  • Öl für die Pfanne zum Anbraten

Für den Quark:

  • Speisequark, ca. 150g
  • 2 EL frischer Schnittlauch, geschnitten
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL frischer Zitronensaft

Für das Apfelmus:

  • 2 Äpfel
  • ca. 200-300ml Wasser
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Honig
  • optional: 1 flacher TL Speisestärke mit 1 EL kaltem Wasser verdünnt
Zubereitung:
  1. Für die Kartoffelpuffer die Kartoffeln zuerst in grobe Stücke schneiden. Die Schale kann dran bleiben oder abgeschält werden. Das ist optional.
  2. Die Stücke in einen leistungsstarken Standmixer geben.
  3. Dazu kommen die restlichen Zutaten, d.h. die halbe Zwiebel (evtl. vorher etwas kleiner schneiden), das Ei, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Muskat und die Haferflocken.
  4. Alles kräftig klein mixen.
    (Ich habe einen Thermomix (dort 12Sek./Stufe 5 alles mixen).
    Mit einem anderen Mixer kann das Ganze vielleicht etwas länger dauern. Du kannst dann auch die Kartoffeln nach und nach dazugeben, falls dein Mixer nicht alles auf einmal schafft. Schau da einfach, was für deinen Mixer am besten geeignet ist.
    Ganz alternativ kannst du die Kartoffeln auch raspeln und anschließend mit den restlichen Zutaten per Hand vermischen. Das dauert alles deutlich länger – aber gibt Armmuckis :p)
  5. Dann geht’s auch schon ans Anbraten:
    Ich habe dazu zuerst immer etwa 1-2 EL Öl in einer gut beschichteten Pfanne erhitzt. Dann habe ich aus der Kartoffelmasse erstmal 2 Kartoffelpuffer geformt und im heißen Fett angebraten. Nach ein paar Minuten wenden und von der anderen Seite anbraten. Mit der restlichen Kartoffelmasse genauso verfahren.
    Info:
    – Je mehr Öl du verwendest, desto knuspriger werden sie. Gib also nach jedem Anbraten immer wieder neues Öl dazu. Ganz ohne Öl funktioniert das Anbraten hier nicht.
    – Pass aber bitte unbedingt auf, das heiße Öl kann schnell spritzen und dann auf der Haut zu Verbrennungen führen!
  6. Die schon fertigen Kartoffelpuffer im Ofen bei 50Grad Ober-/Unterhitze lagern, damit sie nicht kalt werden.
  7. Parallel kannst du den Quark und das Apfelmus zubereiten.
  8. Für den Quark, diesen mit Schnittlauch und Zitronensaft mischen, und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  9. Für das Apfelmus schälst, entkernst und schneidest du die Äpfel in kleine Würfel.
  10. Die Apfelstücke gibst du mit dem Wasser, Honig und Zimt in einen Topf und lässt alles aufkochen. Für etwa 10 Minuten köcheln lassen, sodass das Wasser mit der Zeit größtenteils verdampft. Evtl. noch etwas mehr Wasser nachfüllen.
  11. Nach den 10 Minuten müssten die Äpfel etwa so weich sein, dass du sie im Topf einfach mit einer Gabel zerdrücken kannst zu Mus.
  12. Wenn das Mus wegen zu viel Wasser noch zu flüssig ist oder du es generell etwas fester magst:
    Entweder noch kur weiterköchelnd lassen, sodass mehr Wasser verdampfen kann oder
    in einem Glas 1 TL Speisestärke mit etwa 1 EL kaltem Wasser vermischen. Zu dem Apfelmus in den Topf dazugeben, unterrühren und nochmal kurz unter Rühren aufkochen lassen.
  13. Anschließend das Mus in eine Schüssel geben.
  14. Die Kartoffelpuffer auf einem Teller anrichten und alternativ mit Quark oder Apfelmus toppen.
  15. Guten Appetit!

Dir hat das Rezept gefallen? Hinterlasse mir hier unten doch gerne ein Kommentar oder besuche mich auf meinem Instagramkanal @marisastable.
Ich freue mich auf dein Feedback und deinen Besuch!

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Tipps für Allergiker/Intolerante:

Das Rezept ist vegetarisch.

Die Kartoffelpuffer sind laktosefrei. Falls du dennoch Quark dazu servieren möchtest, wähle am besten einen von den zahlreichen pflanzlichen Alternativen.

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